Ursprünglich bot die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Wien/Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Oberlandesgericht für Wien, NÖ und das Burgenland diese Veranstaltung an: Im Rahmen eines Vortrages würden Begriffe wie Rechtsstaat, Justiz, Gewaltentrennung, Bundes-, Landes-, Gemeindeebene etc. geklärt werden. Im 2. Teil dieser Veranstaltung sollte eine Gerichtsverhandlung besucht werden. Mit 2018 wurde dieses Projekt allerdings leider gestrichen. Doch der Tipp der zuständigen Dame von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, mich direkt mit einem Richter/einer Richterin in Verbindung zu setzen, war unbezahlbar. Eine kurze Anfrage bei Richterin Maga. Barbara PINK vom Landesgericht Korneuburg, die uns seit Jahren in dieser Angelegenheit betreut, genügte und wir waren wieder im Rennen.

Die Organisation dieses Workshops gestaltete sich - dank Corona - diesmal nicht ganz so einfach wie gewohnt. Unser ursprünglicher Termin für die damaligen 7. Klassen fiel in den Lockdown. Um nicht noch einmal um den Vortrag umzufallen, legten wir den Termin schon vor den Sommerferien gleich für die 2. Schulwoche, genauer gesagt für Donnerstag, den 17. September, fest. Die beiden mittlerweile 8. Klassen bereiteten sich gründlich auf diese Veranstaltung vor. Man wollte ja nicht als völlig uninformiert dastehen. Nach diversen Recherchen, Kurzreferaten und Powerpoint-Präsentationen wussten alle: Diese Materie gehört nicht zu den einfachsten bzw. zu den spannendsten (zumindest für manche). Aber ein gewisses Grundwissen war vorhanden.

Am Donnerstag, den 17. September 2020, durften 36 SchülerInnen und Kollegin Mag. Maria Zins mit Beginn der 2. Stunde Maga. PINK begrüßen. Mit Hilfe einer inhaltsreichen und umfassenden Powerpoint-Präsentation wurden viele dem Thema nahestehende Sachverhalte angesprochen und erklärt. Obwohl zwei Stunden dichte Information nicht wenig sind, waren Aufmerksamkeit und Interesse der SchülerInnen durchaus gegeben. Das lag allerdings nicht nur an der Thematik, sondern ganz stark an der Vortragenden selbst. Maga. Pink konnte einerseits durch ihr bemerkenswertes Fachwissen und ihr souveränes Auftreten punkten, beeindruckte aber v. a. durch ihren frischen Vortrag, ihre Jugendlichkeit und ihre Nähe zu Publikum und Berufspraxis. Sie ist am Landesgericht Korneuburg v.a. als Familienrichterin tätig, aber auch für Arbeitsrecht zuständig. Besonders interessant war, dass sie während ihres Vortrags auch immer wieder aus ihrem Richterinnenalltag erzählte.