Am Freitag, den 7. Oktober 2022 fand die Eröffnung der Ausstellung „We create history“ anlässlich des 111-Jahr-Jubiläums des BG/BRG Laa/Thaya statt. Der Name „We Create History“ kommt von „Wir erschaffen Geschichte“ im Sinne – alle bisher Beteiligten bis zur Gegenwart inklusive – als immerwährende Entwicklung. Wir kreieren jeden Tag diese Geschichte. Das Projekt wurde so angelegt, dass wir es stets weiter ausbauen können.

Auf 33 Großformat-Bildern wird die Geschichte der Schule näher beleuchtet. Interessant ist die Ausstellung nicht nur für unsere Schülerinnen und Schüler sondern auch für all jene, die das Gymnasium Laa nicht kennen. Die einzelnen Tafeln sind informativ, knapp und bündig jedoch mit viel Bildmaterial von Mag. Olga Boubeva zusammengestellt worden.

ausstellung komp

Für Mag. Boubeva war es sehr wichtig, dass die Inhalte (Bilder/Texte) informativ sind und sachlich präsentiert werden – ohne Floskeln und Klischees. Die Schule war von Anfang an die Innovativste sowohl vom Konzept her als auch in der Umsetzung. Mag. Boubeva über die Recherche zur Ausstellung: "Als ich über die Geschichte gelesen und recherchiert habe, war ich selber überrascht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es kaum eine andere Schule österreichweit gab/gibt mit so eine reiche und spannende Geschichte."

Unterstützung bei der Recherche erhielt sie von Dr. Rudolf Fürnkranz, Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte von Laa/Thaya, und Kollegen Mag. Erich Waltner, Historiker und Leiter des Schularchivs. Die Ausstellung beginnt mit der Stadt Laa und reicht von der Gründerzeit des Gymnasiums bis ins heutige Zeitalter. Der zweite Teil der Ausstellung zeigt die verschiedenen Aspekte, die seit 111-Jahren große Bedeutung für die Schule haben, wie z.B. der Oktavanerball. Es handelt sich hierbei um eine Dauerausstellung, die laufend durch weitere Tafeln ergänzt werden soll.

Diese Zusammenfassung der Geschichte soll unseren Schülerinnen und Schülern zugute kommen, die richtig stolz darauf sein dürfen, Absolvent*innen dieser Schule zu sein.

Viele der Absolventen haben eine glänzende Karriere hinter sich dank der professionellen Vorbereitung am BG/BRG Laa/Thaya, z.B. Gernot Zippe:

„Die Schule hatte einen guten Ruf als moderne Bildungsstätte, vor allem, weil das erlernte theoretische Wissen auch praktisch eingeübt wurde, wie sich Dr. Gernot Zippe, damals Schüler der ersten Realgymnasiumsklasse, Jahrzehnte später erinnerte: „Es gab ein Praktikum für Chemie mit Arbeitsplätzen für jeweils eine halbe Klasse - wir waren 48 Schüler und Schülerinnen - mit Reagenzgläsern, Bunsenbrennern für jeden Platz, Reagenzien und allem, was dazu gehört, selber Experimente zu machen unter Anleitung von Professor Selleny, liebevoll von uns, Chemie-Schani genannt. Ebenso wie für Chemie gab es einen Übungssaal für Biologie mit vierzehn Mikroskopen, an denen wir üben durften. Noch besser ausgestattet waren die Lehrmittel für den experimentellen Physikunterricht mit einem großen Experimentiertisch und mehreren großen Räumen mit großen Glasschränken, vollgestopft mit vorbereiteten Apparaturen, die im Unterricht auch in Betrieb gesetzt wurden. Der damalige Direktor und Physiklehrer war zwar bei den Schülern höchst unbeliebt, aber ein hervorragender Pädagoge. Ich muss heute noch sagen, dass meine Vorliebe für Physik und meine praktische Fertigkeit im Experimentieren von ihm und dieser Schule eine entscheidende Förderung erfahren haben und die Grundlage für mein späteres Berufsleben waren. Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich, dass die Schule damals für die körperliche Ertüchtigung ausgezeichnet gesorgt hat; wir hatten jeden Tag eine Schulstunde Turnen und einmal in der Woche zwei Stunden, meistens im großen Turnsaal mit allen damals üblichen Turngeräten.“ (https://www.profil.at/home/erfinder-der-mann-79094)

 Für die kulinarische Verköstigung sorgte die 8A:buffet 8a n