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Am 8. April 2022 unternahm die 3C mit ihrer Klassenvorständin Mag.a Julia Gindl und ihrer Religionslehrerin Mag.a Marietta Bockhorni eine Exkursion nach Wien. Die erste Station war der Stadttempel in der Seitenstettengasse im 1. Bezirk. Die Schüler*innen erfuhren viel über die einzige Synagoge Wiens, die im Novemberpogrom 1938 nicht zerstört wurde. Neben geschichtlichen Daten und Fakten erzählte der Tourguide auch einiges über jüdisches Leben einst und jetzt. Nach dem Besuch des Stadttempels ging es hinauf zum Judenplatz, wo im 15. Jahrhundert die damals größte Synagoge Wiens stand, bevor sie 1421 während der Wiener Gesera niedergebrannt wurde und die damalige jüdische Gemeinde vertrieben, zwangsgetauft oder ermordet wurde. Mag.a Julia Gindl erklärte den Schüler*innen einiges zu den Verbrechen und Ermordung von 65 000 jüdischen Österreicher*innen und machte die Klasse auf das Mahnmal für die österreichischen Opfer der Shoah aufmerksam. |
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Nach einer kleinen Pause machte sich die Gruppe in den zweiten Bezirk, in die Leopoldstadt auf, wo sie sich auf die Spuren jüdischen Lebens einst und jetzt machte. Im Laufe des Spaziergangs kam man an einer jüdischen Bäckerei und einem kosheren Supermarkt vorbei. Die Klasse machte sich Gedanken über die „Stolpersteine/Gedenksteine“, die teilweise im Gehsteig eingelassen sind und über die Einzelschicksale von Juden und Jüdinnen während der Shoah erzählen. Weiter ging es zu einer „Sammelwohnung“ in der Schmelzgasse, von wo aus Deportationen in die Konzentrations- bzw. Vernichtungslager im Osten ausgeführt wurden. Das Ende der Exkursion war in der Tempelgasse, am Standort des ehemaligen „Leopoldstädter Tempels“, der im November 1938 von den Nationalsozialisten in Feuer gesetzt wurde. |


