Auch dieses Schuljahr findet für die Klassen 7AB unser mittlerweile schon traditionelles Projekt „Justiz macht Schule“ in zwei Teilen statt. Am 11. Dezember 2025 durften wir Frau Mag. Schneider vom Landesgericht Korneuburg für den ersten Teil dieses Projektes am BG Laa begrüßen.

In ihrem Vortrag zum österreichischen Justizsystem standen Fragen zum Thema Rechtsstaat im Vordergrund. Es wurde besprochen, welche Gerichte es in Österreich gibt und welche Aufgabengebiete diesen zugeteilt sind. Weiters wurden die Bedeutung und die wesentlichen Grundsätze eines Gerichtsprozesses, der Verfahrensablauf von Gerichtsprozessen besprochen, dazu wurde auf den Unterschied zwischen Zivilprozess und Strafprozess eingegangen. Der Aufbau eines Verhandlungssaales wurde vorgestellt. Ebenso erfuhren wir viel über die Arbeit der Staatsanwaltschaft. Abschließend wurde noch die Rolle von Zeugen, Schöffen und Geschworenen erklärt.
Der zweite Teil, eine Exkursion ins Landesgericht Korneuburg, bei der wir bei Verhandlungen zuschauen dürfen, folgt Anfang des zweiten Semesters.
Am 9. und 11. Dezember 2025 bekamen unsere 2. Klassen mit ihren Geschichtelehrerinnen Mag.a Julia Gindl, Dr.in Elisabeth Jauk und Mag.a Anita Lehner wieder die Möglichkeit, einen Urgeschichte-Workshop mit Herrn Gottfried Erger zu besuchen. Unser Vortragender Hr. Erger besitzt eine Menge gesammelter Fundstücke aus unterschiedlichen Zeiten und zeigte uns einen Teil seiner zusammengetragenen Schätze.
Gestartet wurde mit urgeschichtlichen Fundstücken, zu deren Highlights sicherlich der Mammut-Backenzahn, ein Teil eines Mammut-Stoßzahnes und Mammut-Fleisch gehörten. Auch Faustkeile, Speer- und Pfeilspitzen aus Stein, Bronze oder Metall wurden durch die Reihe durchgegeben. Außerdem konnten wir Schlüssel, Ringe und Barren als Vorläufer von Geld, Münzen und Schmuck in die Hände nehmen und uns den Schädel eines nordamerikanischen Säbelzahntigers anschauen. Dazu erzählte uns Hr. Erger viele sehr spannende Geschichten.

Aus der Zeit des Alten Ägyptens brachte er uns einen kleinen weißen Stein der berühmten Cheopspyramide und ein Stück von Leinenbinden, die um eine Mumie gewickelt waren, mit. Bleikugeln aus der Zeit Napoleons und eine Schwedenkugel gab es auch zu sehen.
Wir freuen uns, Herrn Erger nächstes Schuljahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
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Am 8. April fand eine besondere Begegnung zwischen den Schüler:innen der 6. Klassen des BG Laa und jüdischen Jugendlichen statt. Diese Veranstaltung, organisiert von den Geschichtslehrerinnen Frau Prof. Gindl, Frau Prof. Jauk und Frau Prof. Simon, war Teil des Workshops "Likrat", der in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) durchgeführt wurde. Solche Begegnungen bieten zahlreiche Vorteile. Durch den direkten Austausch lernen die Schüler:innen mehr über die jüdische Kultur und Geschichte, was dazu beiträgt, Vorurteile abzubauen und gegenseitigen Respekt zu fördern. Der Workshop ermöglichte es den Teilnehmer:innen, neue Perspektiven zu gewinnen und ihre eigene Sichtweise zu reflektieren, was kritisches Denken und eine offene Haltung gegenüber anderen Kulturen und Lebensweisen fördert. |
Am 4. März 2025 besuchten einige Schülerinnen und Schüler der 6B, 7A und 8B mit ihren Geschichtslehrerinnen Dr.in Elisabeth Jauk und Mag.a Julia Gindl eine Veranstaltung der PH Wien, bei der die Zeitzeugin Anna Hackl (Jahrgang 1932) von der Mühlviertler Menschenhatz (auch unter „Mühlviertler Hasenjagd“ bekannt) erzählte.
Anna Hackl war 13 Jahre alt als ihre Mutter beschloss zwei Ukrainer, die zuvor aus dem Konzentrationslager Mauthausen geflohen waren, zu verstecken. Drei Monate lang gelang es der Familie Michael und Nikolai vor dem Zugriff der SS bzw. vor zivilen „Suchkommandos“ zu schützen. In beeindruckender Art und Weise schilderte Frau Hackl den Schüler:innen und Lehrer:innen ihre Erlebnisse. Es waren sich alle Anwesenden einig, dass sie eine Geschichtsstunde der besonderen Art erleben durften.



